Schwätz keinen Babb!

Dieser Tage hat mich eine Freundin ziemlich überrascht. Wir sind nicht eben zimperlich im Umgang. Wir machen uns auch mal lustig übereinander. Wir frotzeln und foppen uns. Ich sage, dass sie nicht ganz knusper ist. Sie nennt mich Quasselstrippe. Ich sage: „Du bist doch dumm wie Brot.“ Sie sagt zu meinen differenzierten Überlegungen: „Ja, Ja, Ja.“ Als sie mir jetzt aber mit einer solchen Überzeugung vor die Füße knallte: „Du blickst es ja echt nicht!“ – da musste ich schon ein bisschen schlucken. weiterlesen

 

Adolzfurt, nicht Adolfsfurz

Kürzlich wurde im Radio ein Schriftsteller gesucht, der in Nakel an der Netze geboren wurde. „Wo ist denn Nakel an der Netze?“, habe ich eine Freundin gefragt, „ist das bei Haselünne oder wo?“ Die Freundin wusste es aber auch nicht. Winsen an der Luhe kenne sie und Fuchs am Buckel, Fümmelse und Fützen, Hohnebostel und Edewech. Aber nicht Nakel an der Netze. „Wahrscheinlich“, sagte sie schließlich, „liegt das irgendwo zwischen Hundeluft im Rosseltal und Regenmantel beim Küchensee Lietzen.“ weiterlesen

 

Bäcker kommt auf den Index

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, das ist voraussichtlich die letzte Kolumne. In der vergangenen Woche habe ich hier nämlich
„Sprechstundenhilfe“ geschrieben. Das ist unverzeihlich. Das ist ein so schweres Vergehen, für das man mich teeren und federn sollte, häuten und schinden. Oder besser noch geißeln, peitschen, strecken und schlagen, steinigen, pfählen, ausweiden und vierteilen. Und dann ersäufen. In der Jauchegrube. weiterlesen

 

Sieh dir die W an, wie die W t kann

Wie wäre es mit einem Witz? Erich Honecker bekommt einen Erpresserbrief: „Wir haben zusammen geschlafen – schicke mir 100 Mark oder ich gebe dies der Öffentlichkeit preis!“ Honecker zahlt. Kurz darauf fordert die Frau 1000 Mark. Honecker zahlt. Als sie 10 000 Mark will, bestellt er sie zu sich.
Leider muss ich an dieser Stelle abbrechen. Das Thema ist zu ernst für Witze. Darüber lacht man nicht, sagt eine Freundin. Dafür hat sie sofort angefangen zu singen: „Auf der Mauer, auf der Lauer, sitzt ’ne kleine Wanze“. Wir haben einträchtig alle Strophen durchgesungen bis: „Sieh dir mal die W an, wie die W t kann“. weiterlesen

 

Wir checken das than and there

Kürzlich habe ich eine Frau aus Berlin kennengelernt. Also eine richtige, waschechte Berlinerin. Natürlich sagte sie ständig „dette“ und „wat“ und „allet jut“ und vor allem „ebent“. Das klingt an sich schon so weltläufig. Anders als unsereiner sind die Berliner aber auch so international und stylish und fashionable. Deshalb sachte die Frau och Sachen wie dass datt obviously total relevant ist. Sie plane da jetzt so ’ne Connection, wa. Worum es bei der Connection gehe, fragte ich, das Landei, blöde. „Schlechtes timing“, sachte se da, „da klingel ich ma durch und wir checken das than and there“. Dann musste sie aber auch schon wieder los: „Jetzt machen wir erstma ‚en Cut“. weiterlesen

 

Der Schnipfel zupft am Zipfel

Halt ein, du eilig neues Jahr!
Ist es denn wirklich? Ist es wahr?
Schon sieben Monde bist du da?
Willkommen du! Ach ja. Ach ja. weiterlesen

 

Wangen nachts glatt streichen

Ich bin inzwischen in einem Alter, in dem man Gesichtsgymnastik machen sollte. Die Nase rümpfen und wieder aufblähen wie ein Hase. Die Oberlippe über die Unterlippe ziehen. Den Mundschließmuskeln an- und entspannen. Und mit breit gezogenen Lippen ganz schnell „Mamamama“ sagen. Wenn man die insgesamt 32 Übungen mehrmals am Tag wiederholt, bleibt man dauerhaft schön. weiterlesen

 

Auch als Buch:

Niederungen

 

 

Von den Niederungen des Seins oder Tutti bikini capta sunt
Kolumnen

Klöpfer & Meyer Verlag Tübingen
2011, 192 Seiten, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-86351-007-7

€ (D) 10,– UVP*
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Neujahrsgedicht live
Falsche Baustelle live
Sprudel auf den Kopf
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                                                                  Fotos: Susanne Steinhart